Frische Farbe für die Wand? Selbst ein kleiner Streifen oder eine reduzierte Wandfläche in neuer Farbe können einen Raum in seiner Wirkung effektvoll auffrischen. Und die Decke? Die wird bei der Malerarbeit oft vernachlässigt. Wer kuckt schon an die Decke? Doch mal ehrlich, eigentlich graut es uns doch eher vor dem Anstrich über Kopf! Dabei kann die Decke mit der richtigen Vorbereitung und Technik ruckzuck wieder strahlen – und sich positiv auf das Raumgefühl auswirken!

Grundsätzlich kommt erst die Decke, dann die Wand, falls ein ganzer Raum neu gemalert werden soll. Klar, jeder Farbspritzer von oben, der an die frisch gestrichene Seitenwand tropft, schafft Zusatzarbeit. Sparen Sie sich´s und fangen Sie mit den Vor-Überlegungen zur Decke an:

Die Decken-Farbe

Nein, es muss nicht immer Weiß sein. Aber oft macht Weiß an der Decke Sinn. Denn in der Raumwirkung lassen helle Farben an der Decke oder einen Raum größer erscheinen, dunkle Farben wirken hingegen schnell erdrückend. Ein beruhigendes Blau im Bad mag noch ganz gemütlich aussehen und auch hohe Decken in manch Altbauten oder Industrie-Lofts können durch dunklere Deckenanstriche behaglicher werden. In nicht zu ausladenden Wohnräumen aber ist man mit Weiß, vielleicht einem leicht abgetönten Off-White, gut beraten.

Die Vorbereitung

Alle Deckenlampen müssen abmontiert werden – aber bitte bei abgeschaltetem Sicherungsschalter und so, dass die Drähte sich nicht berühren, ggf. Drahtenden mit Malerkrepp umwickeln.

Wer nicht alle Möbel rausräumen will, kann sie abdecken, am besten alles in die Raummitte schieben und ein Malervlies darüber (alternativ alte Decken verwenden, auf Malerfolie lieber verzichten, um Plastikmüll zu vermeiden), fertig!

Für Decken zu tropfsicherer Farbe greifen, die am besten auch noch gut deckt, um nicht mehrfach über Kopf streichen zu müssen. Teleskopstangen oder Trittleitern gehören zum Ausstattungs-Muss. Wer noch ein Stück Karton über Rolle- oder Pinselgriff stülpt, reduziert Farbklekse an Ärmel und Körper.

Zu guter Letzt sollten die Kanten zwischen Wand und Decke sowie Tür- und Fensteroberseiten noch mit Malerkrepp abgeklebt werden, um sich das Wegwischen von „Farbausrutschern“ zu ersparen.

Das Malern der Decke startet am besten an den Ecken und Kanten.

Das Malern der Decke startet am besten an den Ecken und Kanten.

Und los geht´s mit dem Decken-Anstrich!

Das Malern der Decke startet an den Ecken und Kanten, am besten zunächst mit einem Pinsel. Im Anschluss mit der Malerrolle darüber gehen und die Deckenfläche streichen. Dabei ist darauf zu achten, von der Lichtquelle weg zu arbeiten, also vom Fenster zur gegenüberliegenden Wand. Unsere Experten raten, sich die Deckenfläche in einzelne Quadrate zu unterteilen und nach dem Anstrich längs des Lichteinfalls sogleich quer dazu nochmals zu überstreichen.

Dieser Maler-Kniff sorgt für einen gleichmäßigen Farbauftrag. Damit die Farbe zwischenzeitlich nicht eintrocknet, empfiehlt es sich, hier parallel zu zweit zu arbeiten. „Nass in nass“ lautet das oberste Prinzip beim Decken-Malern, um ein schönes Ergebnis ohne ungewünschte Flecken oder Streifen zu erhalten.

Weitere Tricks und Tipps sowie Empfehlungen zu Farbe und Farbauftrag gefällig? Die verraten unsere Berater aus den Abteilungen Wand & Farbe Ihnen gerne auch vor Ort im nächsten TTL/TTM-Fachmarkt.

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Hubert Fischer

Geschrieben von Hubert Fischer

Hubert Valentin Fischer Ist ausgebildeter Raumausstatter-Meister, schult Verleger und koordiniert die Kommunikation zwischen Objekteuren, Bauleitern und Industrie. Bei TTL ist er seit 1995, seit 2017 in der Position Leiter Qualitätssicherung Handwerk bei TTL Nord.

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