Ist der Bodenbelag daran schuld, dass Frauen weit öfter kalte Füße haben als Männer? Naja, zum Teil. Natürlich hat Ihr Fußboden keinen direkten Einfluss auf den Östrogenhaushalt oder die Muskelmasse der Frauen, die ihn betreten. Doch eines ist Fakt: Mit der richtigen Auswahl eines warmen Bodenbelages kommt Wohlfühlklima nicht nur in die Wohnräume, sondern bis in die Füße – von Frauen und Männern!

Schlechte Wärmeleiter – beste Fußwärmer

Generell wird ein Bodenbelag dann als „fußwarm“ betitelt, wenn er beim Betreten sofort warm wirkt, also als warm wahrgenommen wird. Bei Barfuß- und Sockenläufern stehen daher vor allem Parkett-, Kork- und Vinyl- bzw. die neuen Multilayerböden ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Hintergrund ist, dass die Körperwärme an diese Böden relativ langsam abgegeben wird. So langsam, dass der Körper stetig neue Wärme nachproduzieren kann und weder der Körper noch die Füße auskühlen. Im Gegensatz dazu nehmen kalte Böden wie Fliesen sehr schnell die Wärme des Körpers auf, entziehen also rasch Wärme und die Füße werden kalt.

Die Materialien für fußwarme Böden verfügen über einen geringen sogenannten Wärmeeindringkoeffizienten. Sprich eine niedrige Wärmeleitfunktion, wie dies bei Kork oder Holz der Fall ist. Nicht die Temperatur im Zimmer bzw. am Boden, sondern das Eindringen oder Nicht-Eindringen von Wärme in den Boden bestimmen letztlich also, ob ein Bodenbelag als fußwarm empfunden wird oder eben nicht.

Parkettböden

Parkett als Echtholzboden verströmt sofort Natürlichkeit und damit einhergehend eine wohlige, warme Atmosphäre im Wohnraum. Ein spürbarer Vorteil, den Holz zudem mit in jedes Zimmer bringt, ist die natürliche Klimaregulierung: Ein Parkettboden gleicht die Feuchtigkeit und zugleich die Temperatur im Raum aus. Damit trägt der Boden aus Echtholz aktiv zum wohligen Wärmeempfinden im Raum bei. Und zu einem fußwarmen Gefühl durch seine geringe Aufnahme von Körperwärme.

Kork-Bodenbeläge

Auch Kork als obendrein nachhaltiger Rohstoff kann Feuchtigkeit im Raum aufnehmen – und wieder abgeben. Für angenehmes Raumklima sorgt er, ähnlich dem Echtholzboden, durch die geringe Wärmeleitung. Die Folge: Die Oberflächentemperatur des Bodens bleibt warm – und ebenso die Füße.

Vinyl- und Multilayerböden

Vinylböden finden nicht nur angesichts ihrer schier endlosen Design-und Dekor-Vielfalt zunehmend Anklang. Vor allem in ihrer hochwertigen Verarbeitung und ihrer Weiterentwicklung in Form der Multilayerböden überzeugen sie. Moderne Vinylböden die Wärme am Boden und erzeugen so ein komfortables, warmes Laufgefühl. Speziell in den mehrschichtig aufgebauten Multilayerböden sind zudem oft Naturmaterialien wie Kork verarbeitet. Das Mehr an Schichten inklusive zusätzlicher Trägerplatte wirkt dreifach angenehm: Multilayer sind langlebig, trittschalldämmend und sorgen für Behaglichkeit und Wärme.

Teppichböden

Der Klassiker für warme Bodenbeläge ist und bleibt der Teppichboden. Hielt er ehemals vor allem in Schlaf- und Kinderzimmern Einzug, kommt er jetzt immer öfter auch in anderen Wohnräumen zum Einsatz. Klar, er erzeugt sofort ein warmes Wohn- und Fußgefühl, wirkt schall- sowie wärmedämmend. Der textile Bodenbelag wird aus Synthetik, aber auch aus Naturfasern hergestellt, lässt in puncto Muster und Kreativität nahezu alles realisieren und hat sein verstaubtes Image längst abgelegt. Teppichböden eignen sich entgegen landläufiger Meinung sogar für Hausstauballergiker. Ihre Textil-Struktur bindet sowohl Haus- als auch Feinstaub, sodass weniger Staubpartikel durch die Raumluft wirbeln. Sie müssen lediglich regelmäßig gesaugt werden.

Soll warmen Füße der Weiblichkeit prophylaktisch vorgebeugt werden, leisten diese Böden sicherlich einen guten Beitrag dafür. Immerhin acht von zehn Frauen kämpfen regelmäßig mit kalten Füßen – und können nichts dafür. Nur so viel: Der Energieverbrauch von Frauen ist aufgrund weniger Muskelmasse geringer als von Männern. Dadurch produziert ihr Körper weniger Wärme, die sich auf die lebenswichtigen Organe in der Körpermitte konzentriert. Das Nachsehen haben die Füße der Weiblichkeit!

Mehr biologische Infos können wir von TTL/TTM zwar nicht liefern, wir beraten Sie aber gerne, wie sie warme Füße durch die beste Wahl des Wohlfühlbodens unterstützen können!

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Hubert Fischer

Geschrieben von Hubert Fischer

Hubert Valentin Fischer Ist ausgebildeter Raumausstatter-Meister, schult Verleger und koordiniert die Kommunikation zwischen Objekteuren, Bauleitern und Industrie. Bei TTL ist er seit 1995, seit 2017 in der Position Leiter Qualitätssicherung Handwerk bei TTL Nord.

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